Erfolg für Studierende in Transitionsprozess

08.02.2018 17:00:17 | Pia Portmann
Erfolg für Studierende in Transitionsprozess
Transmenschen sind Personen, welche sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlen (so­ genannte Geschlechtsidentität), dem sie bei Geburt zugeordnet wurden. Deshalb kann bei einer betroffenen Person der Wunsch aufkommen, die soziale und administrative Zuord­nung ihres Geschlechts ihrer Geschlechtsidentität anzupassen. Eine Transition ist ein Prozess der sozialen, rechtlichen und/oder medizinischen Angleichung an die Ge­schlechtsidentität. Während des Transitionsprozesses kommt es häufig vor, dass die sozi­ale Wahrnehmung des Geschlechts von dessen administrativer Zuordnung abweicht. So­ lange eine Namensänderung im Zivilstandsregister während des Transitionsprozesses noch nicht vollzogen ist, stellt sich die Frage nach der Behandlung aufgrund des anstreb­ten Geschlechts und Namens (insbesondere Verwendung des sogenannten Alltagsna­mens).

Die SUB hat sich zusammen mit anderen Akteur*innen dafür eingesetzt, dass trans Personen ihren Vornamen und Geschlechtseintrag schon vor der amtlichen Änderung (im Pass) an der Uni Bern anpassen können. Dies, weil ein falscher Name/Geschlechtseintrag im Studialltag zu grossen Problemen führen kann, wie in der bärner studizytig berichtet wurde. Nach mehrjährigem Einsatz ist dies seit Anfang Jahr möglich und jetzt auch offiziell auf der Webseite der Uni Bern ersichtlich.

Universitätsangehörige, welche sich in einer Transistionsphase befinden, haben nun die Möglichkeit, Vorname und Geschlechtseintrag (leider jedoch begrenzt auf m oder w) administrativ anzupassen. Universitäre Diplome können nach einer amtlichen Anpassung rückwirkend neu ausgestellt werden. Alle Infos findest du hier.